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Sicher und zuverlässig verhüten mit der Vasektomie

Paare bzw. Männer, die sich für eine Vasektomie bzw. Sterilisation beim Mann interessieren, haben ihren Kinderwunsch bereits erfüllt und wollen mit der Familienplanung abschließen. Die Vasektomie auch Vasoresektion genannt, ist ein kurzer, mit geringen Risiken behafteter Eingriff beim Mann, der zur Unfruchtbarkeit führt. Er bietet im Vergleich zu anderen Verhütungsmethoden, eine endgültige, sehr sichere und kostengünstige Alternative. Nach einer erfolgreichen Sterilisation des Mannes, können sich Paare ihrer Sexualität zwanglos hingeben, ohne sich über das Thema der Verhütung Gedanken machen zu müssen.
Da es sich bei einer Vasektomie um eine in der Regel endgültige Unfruchtbarkeit des Mannes handelt, sollten sich Paare bewusst sein, dass Sie zukünftig keine Kinder mehr zeugen können, auch wenn sich wider Erwarten die persönlichen Lebensumstände (neue Partnerschaft, neue Auffassung etc.) ändern. Im Normalfall handelt es sich bei interessierten Personen, um Männer ab dem 30sten Lebensjahr, die über viele Jahre in einer festen Partnerschaft verwurzelt sind und der Wunsch nach Familienzuwachs beendet ist. Andererseits kann die Vasektomie auch eine geeignete Verhütungsmethode für Personen sein, die den Wunsch haben, ihr Leben lang kinderlos zu bleiben.
Bei der Frage, ob sich der Mann oder die Frau sterilisieren lassen soll, ist es neben einer ausführlichen Recherche ratsam, das Gespräch mit einem entsprechenden Arzt oder einer Beratungsstelle zu suchen. Hier stehen Ihnen bei der Beantwortung aller bestehenden Fragen entsprechende Fachleute beratend zur Seite. Themen wie mögliche Komplikationen, Ablauf, Nachsorge und Konsequenzen einer Sterilisation können innerhalb eines Gespräches geklärt werden.
Verglichen mit der Sterilisation der Frau, handelt es sich beim Durchführen einer Sterilisations-Operation beim Mann um einen kurzzeitigen und mit minimalem Aufwand verbundenen Eingriff, der mit weniger Risiken bzw. Komplikationen verbunden ist. Eine beim Mann durchgeführte Sterilisation (Vasektomie) erfolgt im Allgemeinen unter lokaler Betäubung, während bei der Frau der Eingriff unter Vollnarkose vollzogen wird. Somit stellt es für die Frau eine zusätzliche, körperliche Belastung dar. Nach abwägen aller Vor- und Nachteile sollten Sie gemeinsam mit ihrer Partnerin die für Sie optimale Methode wählen. Zusammenfassend stellt die Vasektomie eine der sichersten Methoden zur Empfängnisverhütung dar, die im Verhältnis mit anderen Möglichkeiten zudem kostengünstig, dauerhaft und risikoarm ist.

Kostenfrage einer Vasektomie

Die Kosten für eine Sterilisationsoperation werden grundsätzlich nicht von Krankenkassen übernommen und stellen somit eine Privatleistung dar. Die Leistung eine Vasektomie durchzuführen kostet durchschnittlich zwischen 650-1200 Fr. Auch hier gilt es mit dem jeweiligen Arzt abzuklären, ob die Vor- und Nachsorgeuntersuchungen im Budget mit inbegriffen sind oder ob es sich um die reine Operationsleistung handelt. Bei Wunsch einer Vollnarkose stellen die Anästhesiekosten eine zusätzliche Position dar.
Im Vergleich mit den jährlichen Kosten für Hormonpräparate zur Verhütung durch die Frau, die sich je nach Art und Hersteller unterscheiden, ist der Eingriff einer Vasektomie auf die Dauer eine kostengünstige Variante.

Refertilisierung (Sterilisationsumkehr)

Es gibt die Möglichkeit im Zuge eines mikrochirurgischen Eingriffes die Fruchtbarkeit des Mannes wiederherzustellen. Diese Wiederverbindung der vorher durchtrennten Samenleiter nennt man Refertilisierung oder Vasovasostomie. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein vasektomierter Mann nach einer Refertilisierung wieder ein Kind zeugen kann, sinkt je größer der zeitliche Abstand zwischen den beiden Eingriffen ist. Die Erfolgschancen liegen je nach entstandener Zeitspanne zwischen 30%-90%. Die Kosten für eine Vasovasostomie sind um ein Vielfaches höher.